Der besondere Standort und Projektmittelpunkt Nordrhein-Westfalen – in der Anfangsphase des Projekts. Die Migrantinnen und Migranten,die hier zu Wort kommen,leben zumeist in NRW,dem bevölkerungsreichsten Bundesland,in dem besonders viele Menschen mit Migrationshintergrund zuhause sind –mit und ohne deutschem Pass. Von den acht Millionen Migranten bundesweit leben gut zwei Millionen in Nordrhein-Westfalen.
Das hat bereits eine längere Tradition:Die Kohle,- Stahl-,Auto-,und Textilindustrie in NRW zieht seit jeher Menschen an,die auf der Suche nach Arbeit und einem neuen Zuhause sind. Die polnischen Einwanderer (Ruhrpolen) wurden Ende des 19. Jahrhunderts als Bergarbeiter gebraucht und kamen in großer Zahl. Besonders vielfältig ist jedoch die Zuwanderung in NRW seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Neben den Kriegsvertriebenen aus Osteuropa waren es zunächst vor allem die Arbeitsmigranten – meist aus Südeuropa. Migration allgemein,besonders aber Arbeitsmigration,zielt vor allem auf Großstädte – und NRW ist mit dem Ruhrgebiet,der Rhein-Schiene und dem Dreieck Köln-Bonn-Düsseldorf in weiten Teilen ein urbanes Gebilde.
Nicht zuletzt durch die umfangreiche Unterstützung des Projekts durch den WDR,Westdeutschen Rundfunk,mit dem terrestrischen und redaktionellen Sendegebiet NRW und den Wirkungskreis der Nordrhein-Westfälischen Stiftung für Umwelt und Entwicklung in Bonn lag der Schwerpunkt des migration-audio-archiv zunächst in Nordrhein-Westfalen.






